Viele, die Tobias Zielonys kleines Buch ‹Trona - Ampit of America‹ kennen, haben mit Spannung auf ›Story/No Story‹ gewartet, angekündigt ist es ja schon lange.
Tobias Zielony kann fotografieren, er geht dahin, wo es weh tut und er hat ein starkes, ungeheuer wichtiges Thema, dem er seit vielen Jahren und an ganz verschiedenen Orten weltweit nachgeht. Im Mittelpunkt seiner Serien stehen Jugendliche, die als solche und aufgrund ihrer Herkunft in doppelter Hinsicht am Rand der Gesellschaft stehen. Drehorte sind neben anderen Knowles West, Bristol, UK, Plattenbausiedlungen in Halle-Neustadt, Deutschland, Quartiers Nord, Paris, Frankreich oder Manitoba, Winnipeg, Kanada.
Zielony ist nicht drin und nicht draußen. Er ist dabei, wenn die jungen Leute vor Tankstellen, Einkaufszentren, Bahnhöfen oder auf Parkplätzen die Zeit totschlagen, oft auch nachts, wenn die anderen schlafen. Revolte? Ja, aber ohne Richtung. Selbstinszenierung? Sicher, aber es fällt auf, wie die Posen und die Kleidung sich gleichen und wie wichtig das Posing überall ist. Aufbruch und Verheißung – das Versprechen der Jugend? Nein. Autos, Drogen, Sex - alles da – aber einen Trip an neue Ufer scheint sich hier niemand mehr davon zu versprechen.
›Wir langweilen uns nicht‹, sagt ein Mädchen aus Halle, ›Langeweile ist nur das Wort für das, was wir sowieso machen.‹ Die schwarz-weiß fotografierte Serie ›Big Sexyland‹ aus Berlin zeigt junge Leute, die auch daran schon vorbei sind.
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Hatje Cantz, 2010 /// 245 x 315 mm /// 216 pages /// 140 color and b&w illustrations /// softcover with dust-jacket /// German/ English
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